Der Asus eee 701 im Jahr 2012

Irgendwie hatte ich mir meine Arch Linux-Installation auf meinem eee 701 zerschossen. Doch da ich das betagte Netbook aktuell schon ziemlich dringend brauche, musste schnell ein neues, funktionsfähiges Betriebssystem auf das Gerät.

Doch so einfach sollte dieses Vorhaben schlussendlich doch nicht sein. Man bedenke: Der eee 701 4G kam im Frühjahr 2008 heraus. Unter der Haube summt eine Intel Celeron CPU mit maximal 900MHz Leistung und eine gerade mal 4GB große SSD. Dass das minimale Display mit 7” und gerade mal 800x480 Pixeln bei einer grafischen Installation nicht gerade vorteilhaft ist, war mir nur zu gut bekannt.

Wie bereits beschrieben, war der Android-x86er-Port nicht wirklich für den Produktivbetrieb geeignet. Lubuntu erschien mir ein leichtgewichtiges Ubuntu-Derivat für die Hardware. Doch nach der Installation rödelte das Netbook fünf Minuten rum und wartete auf die Konfiguration des Netzwerks. Das war es dann auch schon. Das reguläre Ubuntu hatte seine Minimal-Anforderung an die Installation von 4,4GB nicht erfüllt. Von OpenSuse 12.1 bekam ich mit UNetbootin keinen bootfähigen USB-Stick hin. Fedora wollte mich die Festplatte nicht in ext2 formatieren lassen und bestand auf ext4. Damit hätte ich leben können, doch durch eine unhandled Exception ließ sich die Installation nicht abschließen. Am Ende wollte Linux Mint 12 mit Codenamen “Lisa” gerade mal 3,3GB Festplatte für die Installation. Und machte somit den Sieger nach 4,4GB runtergeladenen Images und stundenlangem Fluchen. Die angepasste Gnome3-Oberfläche ist schick, wenngleich für Display und CPU nicht sonderlich zuträglich.

Mit dem gleichen Zeitaufwand hätte ich ein Arch Linux neu installieren können. Doch das wusste ich leider zuvor nicht. Bei Gelegenheit werde ich das wohl auch mal wieder machen. Doch solange ist Linux Mint ein gern gesehener Gast auf dem eee 701.