Review: Das Sony Alpha 6000 Handbuch

2016-03-31 // Tags:

Für meinen Einstieg in die Fotografie habe ich mich für eine spiegellose Systemkamera entschieden. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis wird für Einsteiger sehr häufig die Sony Alpha 6000 empfohlen. Kürzlich erst von Benjamin Jaworskyj. Eine gute Einführung in das Menü findet man auch im Youtube-Kanal von Andreas Kranz / kranzkreativ. Ich wollte aber etwas tiefer in die Möglichkeiten der Kamera einsteigen. Und als Anfänger in der Fotografie hat mich zusätzlich gereizt, dass das Buch von Martin Vieten neben der Kamera auch sehr auf die fotografischen Grundlagen eingehen soll. Also habe ich mir das Teil auf mein Kindle geladen und alsbald komplett reingezogen….

Meta

  • Titel: Das Sony Alpha 6000 Handbuch
  • Autor: Martin Vieten
  • ISBN: 978-3-86490-214-7
  • Erscheinungsjahr / Verlag: September 2014 / dpunkt.Verlag
  • Preis: 24,90 print / 19,99 digital

Inhalt

Vieten richtet sich mit seinem Buch primär an Einsteiger. Sowohl an der Sony Alpha 6000 selber, wie auch der Fotografie im Allgemeinen. So gibt es ausführliche Informationen für Ein- und Umsteiger in die spiegellose Systemfotografie, Basics zum Loslegen, wie Akku einlegen, SD-Karte formatieren, etc., Grundlagen der Parameter Blende, Verschlusszeit und Iso, sowie natürlich die entsprechenden Einstellungen und Besonderheiten an der Alpha 6000.

Für wen ist das Buch geschrieben

Der allumfassende Ansatz, vom Einlegen des Akkus über die Frage, was überhaupt Blende, Verschlusszeit oder Iso seien, hin zu Pflege von Kamera und Objektiven oder schlussendlich weiterführenden Adressen im Web, richten sich primär an Leute, die wirklich zum ersten Mal hinter einer Kamera sind. Gerade als Einsteiger findet man hier viele leicht verständliche Erklärungen und Hinweise, die speziell auf die Alpha 6000 zugeschnitten sind.

Aber gerade in diesem Umfang sind einige Informationen sicherlich auch redundant. Wer zuvor schon mal fotografiert hat, oder zumindest ein wenig recherchiert hat, bekommt einige Informationen doppelt. Für den Lerneffekt sicherlich nicht verkehrt, aber für denjenigen, der sich lediglich für Besonderheiten der Kamera interessiert, zuweilen auch etwas langweilig.

Einige Dinge sind sicherlich bereits an der Kamera und ihrem Handbuch selbsterklärend. Beispielsweise die Grundlagen zum Einlegen des Akkus, wie man eine SD-Karte formatiert oder Bilder in der Vorschau wiedergibt. Interessanter sind da die Anleitungen, wie man Schnellwahlmenüs oder die frei einstellbaren Tasten der Kamera selber konfiguriert. Oder auch die kurze Einführung in die Erweiterbarkeit der Kamera durch Apps.

Was habe ich aus dem Buch mitgenommen?

Wenn man sich mit dem Thema Fotografie oberflächlich im Internet beschäftigt, trifft man auf viele Dogmen. Man solle nur im Modus M fotografieren, Autofokus wäre schlecht und wer nur mit Jpeg arbeitet habe keine Ahnung. Ob man will oder nicht, man wird von solchen Aussagen geprägt und verliert vielleicht dadurch auch etwas seine Spiel- und Experimentierfreudigkeit.

Darum hat mich „Das Sony Alpha 6000 Handbuch“ motiviert, auch mal mit den Kreativmodi der Kamera zu experimentieren. Auch mal die Einstellung „Kontrastreiches Monochrom“ zu verwenden oder über die eingebaute HDR-Funktion eine Belichtungsreihe automatisch zusammenfügen zu lassen. Oder auch die Soft-Skin-Funktion bei Portraits zu verwenden, um Gesichtspartien weicher zu zeichnen. Denn: Ob die Bearbeitung nun direkt in der Kamera erfolgt, oder im nachhinein per Lightroom und Photoshop geschieht, ist eigentlich einerlei. Es kommt nur auf das Ergebnis an.

Doch neben diesen spezifischen Anregungen, habe ich natürlich auch viele Kleinigkeiten vertieft. Wie ich besser mit dem Weißabgleich, dem Belichtungsmesser und den Messpunkten oder der Fokuslupe umgehen kann. Alles kleine Puzzlestücke für ein Gesamtergebnis.

tl;dr.

Wer – so wie ich – komplett neu im Bereich der Fotografie und auch an der Sony Alpha 6000 ist, bekommt von Vieten auf kompakten Raum viel leicht verständliches Wissen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.