Meine Wordpress-Plugins 2016

2016-07-15 // Tags:

Das Internet ist im ständigen Wandel. Neue Dienste wollen integriert werden, Benutzer haben immer höhere Erwartungen an die Benutzerführung. Als Webmensch muss man da immer fluffig am Zahn der Zeit bleiben. Und da ich eh gerade eine neue Homepage für ein junges kleines Label/Booking-Agentur bastle, habe ich auch mal ein kleines Facelifting an meinem Musikmagazin vorgenommen.

Vielleicht vorweg: Die Anforderungen an ein Musikmagazin sind komplex. Man hat viele Informationen, die übersichtlich dargestellt werden sollen: News, neue Musik-Videos und Album-Streams auf Bandcamp, Reviews, Interviews, Konzertberichte, präsentierte Konzerte und Festivals, Editorials und so weiter. Wie macht man das am besten? Nach unzähliger Lektüre von Usability-Guides, Best-Practices, Trends um Menüs, Sidebars und den Einsatz von welchen Widgets, habe ich das letzte Theme vor etwas mehr als einem Jahr komplett selber geschrieben. Damit auch alles flink läuft, sollte weitestgehend auf Plugins verzichtet werden. Also manuell die Metas erstellt, Teilen-Knöpfe selber hart in das Theme eingebaut und so weiter. Der Lohn: Ich bekam exakt zwei Rückmeldungen zu dem neuen Design. Zusammengefasst: Find ich nicht gut.

Da ich eh einmal dran war, und für das besagte Label Funktionalität so simpel halten wollte, dass der Betreuer locker alles mit Bordmitteln und Plugins erschlagen konnte, habe ich dieses mal für mich den gleichen Weg gewählt. Weg von Bootstrap und viel Coding, hin zu Bones und marginalen Anpassungen an meine Vorstellungen. Ein wenig Sass, kleine Ergänzungen wie CSS-Klassen und Reihenfolge von Meta-Informationen im Theme selber. Ansonsten bietet Bones schon viele Features: Favicon, Hochladen eigener Hintergrundbilder, zwei Menü-Leisten, eine Sidebar und sonstige Einstellungen via WordPress-API.

Den Rest sollten diesmal Plugins bei mir übernehmen. Und da eine Freundin gerade ihre Facharbeit zur Social-Media Managerin geschrieben hat, wollte ich zumindest ihr eine kleine Übersicht geben (;

 

Theme und Aussehen

Advanced Excerpt – Da ich nun nicht mehr selber den Auszug der Artikel auf der Startseite bestimme, sondern WordPress den Auszug erstellen lasse, sahen die Artikel auf der Homepage sehr komisch aus. Die Featured Image-Funktion von WordPress habe ich nie verwendet. Ich habe eine eigene Funktion im alten Theme geschrieben, die mir das erste Bild in einem Artikel raussucht, das ich dann im Auszug angezeigt hatte. Wollte ich nicht mehr, also mehr Kontrolle über die Darstellung über ein Plugin.

Custom User Profile Photo – Die Leute, die schon mal bei mir mitschreiben,  haben es nicht so mit Technik. Die werden sich mit Sicherheit nicht bei Gravatar anmelden, damit sie ein Profilbild auf meiner Seite  haben. Also habe ich das anders gelöst (;

Featured Authors Widget – Über die Jahre haben ein paar Leute bei mir mitgeschrieben. Damit ich in der Seitenleiste deren Artikel auch entsprechend verlinken kann, mit Hinweis auf aktuelle und ehemalige Autoren, gibt es dieses feine Widget.

Display All Image Sizes – Für Verlinkung von Bildern in der Sidebar (z.B. Flyer von präsentierten Konzerten), würde ich gerne eines der bereits generierten Thumbnails verwenden. Damit ich nicht lange suchen muss, wie der genaue Link ist, nutze ich dieses Plugin.

Jetpack von WordPress.com – Eine mächtige Sammlung von vielen netten Erweiterungen. Infinite Scrolling, nette Gallerien, Carousel-Funktionen, etc. Nimmt mir echt viel Arbeit ab und bietet viel Funktionalität, die ich sonst nur über einen Haufen andere Plugins zusammenschustern müsste.

Interaktion mit Benutzern

Disqus – das WordPress eigene Kommentar-System ist zwar nett. Aber die Moderation und Spam war irgendwie nicht so toll. Auch ist von Haus aus die Usability eher bescheiden. Leute geben ungerne ihre Email-Adresse raus. Doch Legitimierung über Dienste wie Google+, Facebook oder Twitter scheint okay. Und damit ich mich darum nicht selber kümmern muss, sondern auf bestehende Lösungen um Nutzerverwaltung und Spam-Bekämpfung zugreifen zu können, nutze ich Disqus.

Antispam Bee – Trotz Disqus kam immer wieder automatisiertes Spam rein. Da Akismet für kommerzielle Nutzung echt extrem teuer ist – und darunter fällt bereits die Nutzung von Google Adsense – kommt der kleine Spamblocker zuverlässig zum Einsatz.

Shariff for WordPress – Die Deutschen und der Datenschutz. Damit alles damit konform geht, beschützt das Plugin den paranoiden Leser vor Cookies, Javascript, Tracking und so weiter. Dafür kann er meinen Artikel dennoch in den Netzwerken seiner Wahl teilen.

Wp Cookie Choice – Die EU und ihr Datenschutz. Damit jeder Hansel erstmal bestätigen muss, dass ich nunmal Cookies nutzen muss, und er damit einverstanden ist. Nonsens, aber für die Webmaster-Tools und die Positionierung bei Google leider notwendig…

WP-Piwik – Ein klein wenig Analytik. Wie viele Leute lesen welche Artikel und woher kommen die überhaupt auf meinen Blog? Erfordert natürlich eine Piwik Installation, aber die habe ich ja eh.

Social Media, SEO und Integration in andere Dienste

NextScripts: Social Networks Auto-Poster – Teilt für mich automatisch einen neuen Artikel auf Facebook, Twitter und Tumblr. Wobei ich mittlerweile den Nutzen fraglich finde. Über Twitter und Tumblr bekomme ich kaum Besucher und wenn ich über die Tools von Facebook manuell arbeite, habe ich doch irgendwie mehr nutzen… Mal schauen, ob das Plugin demnächst rausfliegt…

AMP – Google will das Interwebz schneller machen. Und durch ein eigenes Format sollen Blog-Artikel schneller über die Suche vom Smartphone aus geladen und angezeigt werden können. Dieses Plugin erzeugt mir das benötigte AMP-Format.

Instant Articles for WP – Das Gegenstück zu Googles AMP sind bei Facebook die Instant Articles. Ein Plugin, das mir entsprechende Meta-Daten generiert.

Glue for Yoast SEO & AMP – Häufigster Fehler in meinen Google Webmaster Tools war: Es fehlt die Angabe des image-Tags für AMP. Dieses Plugin erweitert das offizielle AMP-Plugin mit dem Yoast-SEO Plugin und erlaubt mir die Angabe von einem Default-Image.

Google AdSense – Auch wenn es mir bisher nicht viel Geld eingebracht hat – in der gesamten Laufzeit noch nicht mal 10 Euro – habe ich dennoch die Hoffnung, dass ich irgendwann wenigstens mal einen kleinen Teil der Serverkosten gedeckt bekomme…

Hyper Cache – Viele Plugins, eine dicke Startseite mit einem langen Archiv, das geht ordentlich auf die Ladezeiten. Ein kleiner Versuch, durch Caching alles etwas erträglicher zu machen….

WP Smush – Benutzer und Suchmaschinen lieben schnelle Ladezeiten. Und große Bilder sind da hinderlich. WP Smush komprimiert und optimiert meine Bilder direkt beim Hochladen.

Yoast SEO – SEO Optimierung. Entweder macht man alles selber – ist ja kein Hexenwerk – , oder man lässt sich helfen. Ich war diesmal faul…

Sonstiges

BackWPup – Ich arbeite in der IT und weiß: Backups sind wichtig! Darum lasse ich mir einmal in der Woche ein Backup von Datenbank, Uploads, Konfiguration in meine Dropbox speichern. Automatisch, schnell und einfach.

Öffentliche Vorschau – Manchmal will man einen Artikel einfach noch mal gegenlesen lassen, bevor man ihn veröffentlicht. Wenn der Korrektor keinen Account in der WordPress-Installation hat, hilft dieses Plugin mit einem handlichen Link.

 

 

So, das sind ganz schön viele Plugins. Und ich muss gestehen, ich merke es in den Ladezeiten schon ordentlich. Deswegen wird demnächst vielleicht das ein oder andere eingekocht und oder nach einer Alternative gesucht. Oder das Hyper Cache funktioniert und ich bin schlussendlich zufrieden. Doch ich muss gleichermaßen gestehen, dass dieses zusammenklicken schon deutlich komfortabler ist, als für jeden Furz wieder neu im Code rumzudoktorn und sich in alle Details von Sidecards, Article-Metas oder der AMP-Spezifikation einzulesen.