Erste Eindruck: Synology DS416play

Ich schrieb bereits: Zu lange fahre ich schon keine regelmäßigen Backups meines Laptops und lasse mein altes DNS320 überquellen. Also musste ein neues NAS her. Die Wahl viel diesmal auf das Synology DS416Play. Sicherlich mit 460 Euro nicht unbedingt der günstigste Netzwerkspeicher am Markt. Zumal für Festplatten ja noch was oben drauf kommt.

Doch für mich war die Entscheidung relativ einfach. Ich wollte dieses Mal kein NAS mit nur zwei Schächten, sondern eines, das ich im Bedarfsfall schnell und einfach erweitern kann. Deswegen entschied ich mich gegen das DS216Play, das nur zwei Festplatteneinschübe hat.

Da ich gerne die Option habe, Medien von meinem NAS auf Fernseher, Smartphone und Tablet zu streamen, wollte ich auch ein Transcoding-fähiges NAS. Und es sollte auch etwas flotter sein, als das DNS320, das häufig beim Zugriff auf die doch etwas umfangreichere Musiksammlung eher behäbig war.

Für den Anfang sollten es 4TB speicher tun. Das ist doppelt so viel, wie auf meinem alten NAS. Und die Backups der Laptops müssen dieses Mal nicht zusätzlich gerechnet werden, da diese weiterhin auf das alte NAS sollen. Gespiegelt im RAID 1, damit die Daten im Ausfall einer Platte noch vorhanden sind, habe ich für 2x4TB WD Red und das DS416play ca. 780 Euro ausgegeben. Sicherlich viel Geld, aber das ist mir immer noch lieber, als dass ich nachher einen unbezahlbaren Datenverlust habe.

Zunächst gefällt mir die Verpackung. Sowohl von den Festplatten wie vom NAS selber. Schlichter, brauner Karton, ohne irgendwelchen Firlefanz. Ich mag diese simple und funktionale Ästhetik. Synology verzichtet auf unnötiges Füllmaterial und Zubehör, sondern liefert alles, was ich brauche. Netzteil, eine Kurzanleitung, Befestigungsschrauben für die Festplatte, wenngleich die beim Klicksystem der Slots eher unnötig sind. Und für mich ein unglaublich gutes Gimmick, das mich auch sehr gefreut hat: Synology legt zwei Netzwerkkabel bei. Also kann ich das NAS direkt anschließen und muss nicht erst in einer meiner Wühlkisten nach einem Kabel suchen.

Das erste Einrichten geht schnell und einfach. Hinweis: Alle Daten auf den Festplatten werden gelöscht. Und schon geht es los, alles wird scheinbar als RAID 1 initialisiert und mit dem DSM 6.0 OS bespielt. Anschließend Neustart, Admin-User anlegen, die ersten Apps installieren und bei Synology QuickConnect registrieren, damit ich auch unterwegs auf meine Daten zugreifen kann. Insgesamt hat das Setup vielleicht 20 Minuten gedauert und dann sollte erst der richtige Spaß anfangen: Die Migration…

Erfreulicherweise konnte ich das alte NAS via FTP im DiskStation Manager einbinden und über das neue NAS direkt kopieren. Ein Umweg über Computer oder Laptop ist nicht nötig. Dennoch hat es gut einen halben Tag gedauert, bis ich alleine meine 30GB Daten migriert habe. Blöder 10MB-Switch, verflucht seist Du!

Nun müssen nur noch die 1,3 TB von meiner Ehefrau rübergepumpt werden. Das sollte aber bis zum Wochenende auch passiert sein. Anschließend noch ein paar geteilte Verzeichnisse und dem neuen alten Backup-System steht nichts mehr im Wege…

Derweil meine Daten kopierten, konnte ich aber schon mal mit den netten Features von DSM spielen. Beispielsweise geteilte Verzeichnisse anlegen. Für Photos, Videos und Musik existieren bereits von Haus aus entsprechende Ordner. Noch einen für temporär geteilte Inhalte, einen für Ebooks und Spielkram wie Schriftarten erstellt, Zugriffsrechte für die beiden Benutzer gesetzt und gut war.

Auch ein erster Test des Video-Managers und der DNLA-Funktion waren überzeugend. Auch wenn ich für die Video-Übertragung auf das Tablet die HTTPS-Verbindung deaktivieren musste, weil dem VLC-Player das Zertifikat nicht geschmeckt hat. Aber damit kann ich aktuell auch gut leben. Zumindest in meinen eigenen vier Wänden.

Wenn dann alle Daten migriert sind, werde ich weiter spielen…