OnePlus 3: Ein erster Eindruck

2016-09-30 // Tags:

Bisher war ich nie der Typ für Oberklasse-Telefone. Meinen Smartphone-Einstieg hatte ich mit dem Motorola Defy+, das gelinde gesprochen ein Holzklotz war, und bin dann zum ersten Motorola Moto G gewechselt. In der 16GB-Variante reichte mir das Einsteigergerät eigentlich auch heute noch; so viel mache ich mit dem Telefon eigentlich nicht.

Dennoch häuften sich in letzter Zeit die Kleinigkeiten, die mich an dem Gerät nervten. Zunächst sollte das Moto G von Motorola aus kein Update auf Marshmallow bekommen. Geschenkt, denn es gibt ja noch den Cyanogen Mod. Dann ist meine USB-Buchse mittlerweile etwas ausgeleiert, weswegen ich manchmal morgens neben einem nicht aufgeladenen Telefon aufwache, weil ich den Stecker irgendwie berührt habe. Dann sind die 16GB irgendwann doch knapp geworden und ich musste bei meiner Musik stark einschränken, was ich mitnehmen wollte. Zuletzt ist dann noch das Wlan regelmäßig abgestürzt und ließ sich nur durch Flugzeugmodus An- und wieder Ausschalten wieder beleben. Gut, das war dann doch etwas zu viel, nach knapp 2,5 Jahren wurde es dann doch mal Zeit für ein neues Telefon. Diesmal aber was ordentliches, was vielleicht etwas zukunftsträchtiger ist.

Für einen Mittelklasse-Preis eine Oberklasse-Ausstattung verspricht seit ein paar Jahren bereits die Firma OnePlus. Nachdem die ersten beiden Modelle ursprünglich durch ein Einladungssystem verknappt wurden, und ein Kollege mit seinem OnePlus 2 gute Erfahrungen gemacht hat, bestellte ich den Nachfolger, das OnePlus 3.

Zum Bestellzeitpunkt waren aber die deutschen Lager leer; mir wurde ein Versandtermin zum 25. Oktober in Aussicht gestellt. Zustellung um den 30. Oktober. Gestern bekam ich jedoch eine Versandbestätigung und heute war das Gerät schlussendlich auch auf meinem Schreibtisch.

Zugegeben, von 4,7″ auf 5,5″ ist schon eine ordentliche Umgewöhnung. Dennoch finde ich es bereits nach ein paar Stunden gar nicht mehr so übertrieben groß.

Das Setup war denkbar einfach. Mit ca. 50% Akku wurde das OnePlus 3 geliefert, dank Dashcharge war es in einer halben Stunde komplett aufgeladen. Start, Google-Konto verknüpft und alle Apps, die zuvor auf dem Moto G installiert waren, waren auch kurze Zeit später auf meinem neuen Smartphone. Erfreulicherweise waren der Großteil bereits ordentlich auf meine Accounts konfiguriert und ich musste mich nur bei ein paar Diensten manuell anmelden. Per USB wurden dann Bilder und Musik übertragen und die Migration war in weniger als einer halben Stunde abgeschlossen.

6GB Ram sind im Vergleich zu den vorher vorhandenen 1GB ein  immenser Unterschied. Das OnePlus reagiert unglaublich schnell und flüssig. Auch bin ich zum ersten Mal im Genuss von LTE, was unterwegs abermals einen schier wahnwitzige Geschwindigkeit erlaubt. Auch ist der Fingerabdrucksensor ein sehr cooles Komfortfeature, das mit das Telefon in Sekundenbruchteilen entsperrt.

In den ersten Tests bin ich von der Kameraqualität ebenfalls extrem positiv überrascht. Sicherlich kommen die Bilder nicht an meine Sony Alpha 6000 ran, sind aber definitiv eine dicke Steigerung zu dem eher unscharfen und langsamen Moto G.

Soweit ist mein erste Eindruck vom OnePlus 3 nach ein paar Stunden sehr positiv. Ja, ich würde fast sagen: Euphorisch. Ich hätte nicht gedacht, dass ein frisches, aktuelles Smartphone so viel Spaß machen kann.