Hugo - Ein Static Site Generator

2017-02-25 // Tags:

Vorgeschichte

Oder: “Was ist ein Static Site Generator?”
Ursprünglich hatte ich schon mal diesen Blog als statische HTML-Seiten ausgeliefert. Natürlich nicht alles selber geschrieben, sondern über einen sogenannten Static Site Generator erstellt. Das ist quasi ein offline CMS, das Inhalt und Design voneinander trennt und daraus dann einfache HTML-Seiten erzeugt. Diese Seiten können dann direkt angezeigt werden, und müssen sich ihre Inhalte nicht zuvor aus einer Datenbank holen und zur Laufzeit alles zusammenbauen.

Vorteile von statischen Webseiten

Statische Webseiten haben mehrere Vorteile

  • Sie stellen kaum Anforderungen an den Server. Man braucht kein PHP oder sonstige Interpreter, keine Datenbank-Anbindung, einfach nur einen Webserver, der pure HTML-Seiten ausliefern kann.
  • Man hat kein CMS auf dem Server laufen, das man pflegen muss, weil man ansonsten Sicherheitslöcher offen lässt.
  • Ohne Datenbank-Zugriff und dynamische Erzeugung, sind statische Seiten nicht anfällig für Angriffe.

Meine ersten Gehversuche mit Static Site Generatoren war mit Jekyll. Ein SSG geschrieben in Ruby. Eigentlich war ich mit dem Tool damals auch sehr zufrieden. Was mich jedoch gestört hat: Ich hatte seinerzeit lediglich FTP-Zugriff auf meinen Webspace. Also musste ich immer die komplette Homepage hochladen, auch wenn sich nur teile geändert hatten. Also bin ich dann irgendwann doch wieder auf dynamische, serverseitige CMS gewechselt.

Heute

Oder: “Warum zurück zu einem Static Site Generator?”

Auf meinem VServer läuft diverse Software:

  • 2 Wordpress-Installationen
  • 1 Forum mit Simple Machines Forum
  • 1 Blog mit Ghost

All diese Software sollte aktuell gehalten werden, da sonst Sicherheitslücken entstehen können. Das verursacht Aufwand. Immer im Auge behalten, ob es Updates gibt, und diese dann auch einspielen. Bis vor kurzem lief mein Webdesign-Portfolio auf Koken.

Leider hat meine Koken-Installation den Umzug vom alten Webspace auf den VServer nicht überlebt. Die Seite selber lief noch ohne Probleme. Nur konnte ich mich nicht mehr im Admin-Bereich anmelden.

Cannot connect to the API.

Da ich keine Lust hatte, mich groß mit dem Fehler herum zu schlagen, und durch eine Neuinstallation eventuell eh alle Daten zu verlieren, habe ich über die Alternativen nachgedacht. So häufig ändert sich das Portfolio eh nicht, warum dann nicht doch mal wieder mit statischen HTML-Seiten experimentieren?

Nachdem dann auch Thomas Leister auf eine statische Webseite gewechselt hat, habe ich mir das Tool seiner Wahl angeschaut: Hugo.

An Hand des Getting Started-Guides habe ich dann innerhalb von ein paar Stunden mein komplettes Portfolio migriert. Etwas händisches Copy’n Paste der alten Beiträge, ein paar Einstellungen am Strata-Theme und fertig ist die neue Seite Christhulhu.de.

Auf Anhieb gefällt mir Hugo sehr gut und ich kann mir durchaus vorstellen, auch andere Projekte über statische Webseiten zu realisieren - auch wenn ich als Blogging-Plattform gerade mit Ghost sehr zufrieden bin, und für größere Projekte den Komfort von Wordpress gleichsam zu schätzen weiß.