Fedora auf dem Dell XPS 13 (2017)

2017-03-30 // Tags:

Auch wenn mein bisheriges Arbeitstier, das Lenovo Thinkpad Edge e330, eigentlich noch treue Dienste leistet, wollte ich etwas mehr Rechenpower und RAM haben. Das Dell XPS 13 gilt momentan als bestes Linux-Ultrabook und da war meine Entscheidungsfindung schlussendlich gar nicht so schwer.

Nachdem ich Fedora komplett eingerichtet habe, kann ich schon mal ein kurzes Review zu meinem ersten Eindruck geben.

Das Dell XPS 13

Es ist ein wirklich schickes Notebook. Deutlich kleiner als das Thinpad Edge e330 mit gleicher Bildschirmgröße. Und nur minimal größer als mein Acer p720 mit 11” Bildschirm. Angenehm leicht und wirklich extrem portabel. Die Verarbeitung wirkt edel, der Aluminium Body ist wirklich sehr sexy. Der Aufkleber mit Seriennummer, etc. wird auf der Unterseite hinter einer magnetischen Klappe versteckt. Leider hat die Klappe einen etwas anderen Farbton als der Rest vom Gehäuse, was nicht mehr ganz so stimmig wirkt. Auch könnte ich jammern, dass der Bildschirm nicht bündig mit dem Rahmen abschließt und somit Ecken als Staubfänger bietet. Stört mich allerdings eher weniger.

Unter Last kann das kleine XPS allerdings erstaunlich laut werden. Während der Fedora-Installation hat der Kollege am anderen Ende des Büros schon komisch geguckt, dass so viel Krach aus einem so kleinen Gerät kommen kann. Und irgendwie gibt das Laptop auch ein surrendes Geräusch von sich, wenn ich die virtuellen Desktops von Gnome durchwechsel. Das muss ich mal beobachten.

Die Tastatur ist für mich erstmal gewöhnungsbedürftig. Der Hub ist deutlich kleiner als ich es gewohnt bin. Auch mein muskuläres Gedächtnis muss sich erstmal an die andere Anordnung von FN und STRG gewöhnen. Und mir fehlen jetzt schon die Bild auf und Bild ab-Tasten, doch das groovt sich sicherlich auch noch ein.

Fedora 25 Workstation auf dem Dell XPS 13

Das Dell XPS 13 wird in der “Developer-Edition” von Werk aus mit Ubuntu ausgeliefert. Prinzipiell ist also vollständige Linux-Unterstützung der Hardware gegeben. Nur mag ich Ubuntu nicht mehr. Deswegen sollte direkt Fedora 25 Workstation auf das neue Laptop.

USB-Stick mit Image eingesteckt, im UEFI einmaligen Boot von USB ausgewählt und schon lief die reguläre Fedora-Routine. Festplatte komplett platt gemacht, Formatierung auf “automatisch” gesetzt, ein paar Benutzerangaben. 15 Minuten und einen Reboot später lief Fedora auf dem XPS 13.

W-LAN funktionierte sofort, die FN-Tasten liefen out-of-the-box. Monitor-Helligkeit, Lautstärke, Tastaturbeleuchtung, alles super. Touchpad arbeitet auch wie erwartet. Insgesamt kann ich mich im ersten Eindruck nicht beschweren.